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 Betrug und Diebstahl

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Bhadresvaravarman






Anmeldungsdatum: 26.10.2010
Beiträge: 554


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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 02:30    Betrug und Diebstahl Antworten mit ZitatNach oben

Wenn man manche Beiträge hier im Forum liest, könnte man meinen, Vietnam sei ein Land, in dem es nur Kriminelle und Betrug gibt. Sicher, wie in jedem Land, dessen Wirtschaft auf dem Tourismus basiert, ist man ein gern gesehener Gast, wenn man zahlt. Und natürlich gibt es auch Betrug und Schwindelei in diesem Land.

Aber wenn ich oft lese, dass man vorhabe nach Vietnam zu fliegen und wie es denn da so mit den Betrügern, Diebstählen etc etc sei. Ich lebe nun seit fast zwei Jahren hier und mir ist noch nie etwas abhanden gekommen. Wenn ich mein Handy offen irgendwo liegen ließe, ok. Aber es wäre auch in Deutschland weg, nehme ich mal an.

Viel schlimmer: Fall von gstern. Nach langer Zeit besuchte ich mal wieder das Restaurant vor dem Eingang in My Son. Später kamen zwei deutsche Touristen. Ich hatte nicht wirklich Lust auf das Auskunftei-Spiel, so dass ich nur ein Lächeln und ein "Hi" von mir gab. Am Nebentisch wurde dann leise flüsternd diskutiert. Die Cola sei ja so teuer, und auch der Kaffee (je 15000D; ist echt teuer, geb ich zu, ich bezahle für einen Kaffee selbst in Hoi An 5000D, Cola ist ein Import und dementsprechend teuer). Dann noch die Frage, ob man die Bikes denn stehen lassen könne...Der Tenor des Gesprächs: man witterte Betrug...Ich habe das jetzt bei vielen deutschen Touristen gesehen, bei anderen Nationalitäten dagegen nie. Warum gehen deutsche Touristen hier davon aus, dass sie an jeder Ecke betrogen werden? Es gibt schlechte Vietnamesen, aber ich habe noch nie ein so hilfsbereites und gastfreundliches Land erlebt wie dieses. Selbst Thailand steht da weit entfernt auf den hinteren Plätzen meines persönlichen Rankings.

Haben denn die meisten von euch wirklich dieses Bild von Vietnam?

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cris_saigon
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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 04:18    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Die Franzosen sind noch schlimmer! Smilie

Leider verlieren manche Leute auf der langen Reise den Bezug zur Realität. Ich arbeite in der Branche und werde immer aufs neue überrascht. Da gibt es Leute, die in Saigon ein 4-Gänge Set-Menü für 10USD/pP in einem ruhigen Mittelklassenrestaurant essen (Keine Touristenabsteige). Dort wird mit dem Personal über den Getränkepreis diskutiert und sich anschießend beim Veranstalter (mir) beschwert. Das Bier kostete wohl 2USD.

Ich frage mich dann immer wie weit man mit dem Budget in DE kommen würde. (MC Donalds oder kA)

Das Verhalten ist übrigens in allen Gesellschaftsschichten vorhanden. Egal ob die Touristen im Sheraton oder in der Pham Ngu Lau wohnen. Auch benutzen manche Gäste sehr alte Reiseführer, in denen noch Preise von 1995 verzeichnet sind (..für 3USD können Sie in Vietnam prima Essen und so)

Für mich haben diese Leute den Sinn vom Reisen nicht verstanden. Smilie

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Florian




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 04:31    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Erst mal denk ich es sind nicht nur deutsche, ich hab alle möglichen Touristen mit ähnlichem Verhalten erlebt.
Ich denke es ist vor allem Unsicherheit, sehr fremdes Land, sehr fremde Sprache, und dann diese ungewohnte Sache dass man Preise verhandelt...

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AndyNguyen




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 07:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

@ Bhadresvaravarman

Betrug, Lug und Beschiss gibt es in allen (Urlaubs-)Ländern, und ich vermute, dass wenn hier im Forum darüber geschrieben wurde, dann beruhte das auf persönlichen Erfahrungen. Ausserdem dürfen wir nicht vergessen, dass Einheimische oder Ausländer, die permanent in VN leben vermutlich weniger Betroffen sind als Touristen. Wer über einen längeren Zeitraum in einem fremden Land lebt, bewegt sich sicherer und achtsamer als Kurzeittouristen.


Ich empfand es in meinen ersten Jahren in Thailand als niederträchtigen Beschiss, dass es in einigen Restaurants Thaipreise und Touristenpreise gab. Aufgrund des Währungsgefälles war der Unterschied mehr als lächerlich, dennoch habe ich mich darüber aufgeregt....schließlich ging es um eine grundsätzliche himmelschreiende Ungerechtikeit.
Lachen
Mit der Zeit wird man ruhiger, und als ich in der Lage war meine Bestellungen in Thai aufzugeben, hat es dann automatisch ohnehin aufgehört mit den Touristenpreisen. Cool

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(dt.: Jeder ist für seine Taten selbst verantwortlich)


Zuletzt bearbeitet von AndyNguyen am 26.10.2010, 07:48, insgesamt einmal bearbeitet

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Bhadresvaravarman






Anmeldungsdatum: 26.10.2010
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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 07:47    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das mit dem Essen kenne ich auch. Da sinnieren Touristen darüber, dass sie gestern irgendwo für eine Million bei dem und dem europäischen oder amerikanischen Koch gegessen haben - Pizza, Spagetthi etc. etc. Und heute ist dann die bun für 20000D zu teuer...

Die fremde Sprache, das Feilschen, ja. Natürlich bezahlen wir mehr als Einheimische...Ich rede aber von der beobachteten Ansicht, bereits vor dem Betreten eines Lokals oder sonstwas, bereits Betrug zu wittern...

Aber es geht nicht nur ums Geld...Wenn ich mit deutschen Bekannten oder auch Touristen essen gehe, immer wieder die Frage, ob es denn nun wirklich kein Hundefleisch ist, was man da esse...Ich wage ja schon gar nicht mehr mit Bekannten essen zu gehen, jedesmal das gleiche Thema...

Der Tenor ist immer: Das sind ja Vietnamesen, die wollen uns übers Ohr hauen. Und das macht mich traurig, vor allem, wenn man längere Zeit hier ist und auch sieht mit wie viel Mühe Vietnamesen ihre Gäste zu Frieden stellen wollen.

Und ich habe es, wie gesagt meist bei den Deutschen erlebt. In My Son sind ja jeden Tag hunderte Touristen und auch in Hoi An erlebt man ja so das Seltsamste.

Natürlich entwickelt sich hier eine Art Symbiose zwischen Gästen und Einheimischen, die besonders auf dem Geld basiert. Und im Dunstkreis des Tourismus kommt natürlich auch mal Diebstahl etc etc. auf.

Ein anderes Beispiel. Wieder in dem besagten My Son-Restaurant (hehe, wenn kein Strom da ist, bleibt einem nur eins übrig, da vor sich hinzuvegetieren Sehr glücklich ). Ein deutscher Tourist, wir unterhalten uns. Er geht dann in die Tempelanlage hinein. Kurze Zeit später kommt er wieder. Seine Kamera sei weg. Die habe er doch noch gehabt, als er weggegangen sei. Dann stellt er quasi das Restaurant auf den Kopf. Beschuldiungen fallen. Der Vietnamese, quasi mein Gastvater, da ich sein Haus gemietet habe, steht da...Was soll ich denn übersetzen? Das man ihn gerade bezichtigt, gestohlen zu haben? Die Fragen gehen weiter, ob man ihm trauen kann etc etc. Danach macht er sich wieder auf den Weg, da ich ihm versichere, hier sei keine Kamera, er habe sie ja noch gehabt. Entweder sei sie in den Tempeln gestohlen worden oder er habe sie verloren. Was draus geworden ist, weiß ich nicht. Aber auch hier einfach die Unterstellung, wenn, dann müsse ja der Vietnamese sie geklaut haben.

Im Übrigen: Es gibt auch sehr nette deutsche Touristen!!!

Vielleicht mache ich momentan einfach die falschen Erfahrungen????

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Courti
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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 07:54    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Also ich bin der Meinung, bzw meine Erfahrung ist es,
dass in Vietnam extrem viel betrogen wird.
Allerdings muss man eben auch sehen,
dass selbst für mich als Student bei einem solchen Betrugs
kein wesentlich finanzieller Schaden entsteht.
Das Gefühl der Dumme gewesen zu sein
lässt sich aber nicht vermeiden - leider.

Dieser Betrug begrenzt sich jedoch nicht nur auf mich,
sondern auch Vietnamesen werden gerne von Vietnamesen betrogen.
Meine Frau, die es z.B. ablehnt vorher nach Preisen zu fragen,
weil sie das unfreundlich, unvietnamesisch und spiessig findet
ist da häufig Opfer.
Gut, ich denke mir immer selbst Schuld,
sie zweifelt dann aber an ihrem Land und ist auf mich sauer,
ohne sich beim Verkäufer weiter zu beschwerden.
aber dennoch: Sowas müsste doch nicht sein,
allerdings läd das System - in dem ja keine Preise ausgeschrieben sind - dazu ein,
sich so zu verhalten.
Letztes mal war es richtig schlimm.
Sie wurde mehrmals beschimpft,
z.B. weil sie bei einer Strassenhändlerin eine ungekühlte Flasche Wasser für 20 000VND
nicht kaufen wollte.
Sowas ordne ich auch in die Kathegorie Betrug.

Was völlig anderes ist es,
sein Handy etc irgendwo liegen zu lassen.
Das wäre meiner Einschätzung nach in Deutschland weitaus schneller weg,
als in Vietnam,
wo es fast immer von einem Angestellten des Restaurants
oder wo man halt gerade ist,
hinterhergetragen wird.
Bei solchen Verlusten sind auch oft Ausländer die Täter
und Vietnamesen das Opfer,
(Vietnamesen haben ja meist das bessere Handy... Winken )
Das sollte man nicht vergessen.

Wenn ich so nachdenke,
dann erinnere ich mich spontan an 3 Fälle,
in denen das Handy geklaut wurde
(richtig geklaut also aus der Tasche oder dem Haus,
nicht gelegenheitsmässig mitgenommen)
und an 2 Einbrüche.
In Deutschland kenne ich sowas nur aus der Zeitung.

Zu guter Letzt,
tragen auch sich kümmernde Vietnamesen dazu bei,
Vietnamesen als durchtrieben zu sehen.
Wie oft wurde ich schon vor Fremden gewarnt,
die ja alle nur auf mein Geld aus sind.

Sich ein gutes Restaurant zu wählen
und dann im Nachhinein die Erbsen zu zählen,
finde ich aber auch blöd - das könnte man echt vorher tun,
aber naja... nicht mein Problem.

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AndyNguyen




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 08:02    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Beispiel aus 2006.

Ich gehe in das Hai Phong II Hotel in Hai Phong und Frage nach dem Übernachtungspreis. Antwort: 18 US$ pro Nacht ohne Frühstück.

Meine Schwägerin (Vietnamesin) fragt 5 Minuten später. Antwort: 8 US$.

Als wir dann nach weiteren 5 Minuten gemeinsam hineingingen, war der Rezeptionist etwas verdutzt. Noch verdutzter war er, als ich ihm erklären ließ ich sei bereit 13 US$ zu zahlen, als Kompromiss.

Nach 3 Wochen kam die Rechung. Es sind dann durchgehend nur 8 Dollar berechnet worden.

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Cathrin
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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 08:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Florian » hat folgendes geschrieben:
und dann diese ungewohnte Sache dass man Preise verhandelt...


Wer damit schon in Vietnam nicht klarkommt, sollte keinesfalls nach Nepal fahren. Was sich dort im Touristenviertel von Kathmandu abspielt, toppt alles, was ich bisher erlebt habe. Das ging sogar mir mit der Zeit auf die Nerven. Dagegen wirkt selbst die Khao San Road in Bangkok bemerkenswert untouristisch.

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Bhadresvaravarman






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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 08:33    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ja, Betrug gibt es...

Aber meine Frage war ja nicht, ob es Betrug und Diebstahl gibt. Ich bin von dieser Erfahrung verschont geblieben.

Auch nicht die Diskussion, ob Ausländer andere Preise bezahlen. Das mag aus unserer Sicht Betrug sein, ist aber zumindest hier in Mittelvietnam ein legitimes Mittel.

Nein, meine Frage zielte darauf ab, ob ihr selber der Meinung seid, man würde nur betrogen bzw. ob ihr selber das schon so erlebt habt?

Ich gehe doch auch nicht in Deutschland in ein Lokal und bin bereits vor dem Betreten desselbigen der Meinung, man würde mir da nur das Geld aus der Tasche ziehen oder Gammelfleisch auftischen.

Und diese Diskussion kommt halt immer auf, wenn ich Touristen (lassen wir einfach mal die Nationalität außer Acht; ich mach ja hier nicht gegen deutsche Touristen mobil) oder auch mal Bekannte in vietnamesischen Lokalen sehe oder mitnehme. Bei nicht-vietnamesischen Lokalen nie. Die Frage ist also, unterstellt man Vietnamesen hier automatisch, sie würden betrügen und Nicht-Vietnamesen nicht?

@Cathrin
Deine Abenteuer dort lese ich ja mit dem größten Vergnügen! Freu mich dann auf neue Berichte deiner Rundreise.

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AndyNguyen




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 08:44    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Antwort: Nein, in Vietnam wird nicht mehr und nicht weniger betrogen als in anderen Urlaubsländern auch. Und wenn ich nur mit negativer Erwartungshaltung losfahren würde, dann sollte ich mit dem Arsch besser zu Hause bleiben.
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Courti
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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 09:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« AndyNguyen » hat folgendes geschrieben:
Nein, in Vietnam wird nicht mehr und nicht weniger betrogen als in anderen Urlaubsländern auch.

Naja... also im Vergleich zu Laos wird man in Vietnam 10 Mal mehr betrogen.
Wobei Laos sicher nicht das typische Touristenland ist.
Aber auch in Europa läuft es - dank einiger Regeln/Gesetze,
die dann auch relativ konsequent durchgehalten werden - gesitteter ab.
Andrerseits sind ja die Beträge in Vietnam geringer,
also vielleicht kommt man,
wenn man die Beträge addiert
auf die selbe Summe... aber egal.
Vielleicht sollte man Betrug auch mal genauer definieren -
der eine sieht die "Ausländerpreise schon als Betrug an, der andere nicht, etc.

Zurück zu der Frage,
ob man nur betrogen wird:
Natürlich nicht, sonst würde ich nicht mehr nach Vietnam reisen.
Aber die Gefahr ist schon recht hoch,
dass man betrogen wird.
Dabei spielt es keine Rolle ob Vietnamesisches Restaurant oder irgendwas Internationales.
Vielmehr ob das jetzt im Touristenzentrum ist,
oder im Hinterland.

Dass sich Touristen darüber unterhalten finde ich nicht schlimm,
das ist ja dann Erfahrungsaustausch.
Die voreingenommene Einstellung ist aber nicht so toll...

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Um einen Schmetterling lieben zu können, müssen wir auch ein paar Raupen mögen (Antoine de Saint-Exupéry)

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honro2009




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 09:45    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich komme gerade vom Essen.
Reis, Shrimps, Rau moung, 1 Kotlett gross, Speck, Tofu, junger Bambus, Gemuesebruehe, Nachtisch eine Banane, grosses Glas Tee mit Eis. In Deutschland wuerde man sagen eine gute deutsche Arbeiterportion, macht zusammen:
54 CENT oder vnd 15.000
nur zu Fuss 5 Minuten vom Touriviertel in Nha Trang entfernt.
Vorher noch mit Freunden bei Hoa einen sehr guten Kaffee und 3 Glaeser Tee getrunken. Macht zusammen
18 CENT oder vnd 5.000
im Touristenviertel.
Heute Abend vielleicht noch 4 Flaschen Saigon Bier macht zusammen EURO 1,00 bei Tam und gegrillte Moraene, sehr gutes Fleisch und sehr lecker EURO 1,10, 3 Strassen vom Touriviertel entfernt.
Ich kenne die Berichte, man verweilt 3 Tage in Nha Trang nur im Strandbereich, macht eine Schnellbesichtigung der im Reisefuehrer erwaehnten ""Sehenswuerdigkeiten""" laesst sich von den einheimischen ""Touristenfuehrer"" ueber das Ohr hauen und sitzt schon wieder im Bus zum naechsten Ort. Im Reiseblog schreibt man dann als "Vietnamkenner" irgendwelchen Muell. Wenn man ein Land mit ueber 3000km Kuestenlinie in 4 Wochen kennen lernen will und evtl. noch Laos und Kambodia mitnehmen will, dann soll man sich nicht beschweren wenn man bei dieser Hetze in die Touristenfallen tappt. Vietnam faengt erst hinter den Touristenviertel an. Kommt nach Nha Trang, da habt ihr Badeurlaub, eine syphatische Stadt und nette Menschen. Kommt zu Frank in den Treffpunkt und lasst Euch gute Tipps geben. Frank lebt schon 14 Jahre in Vietnam.

Gruss aus Nha Trang (heute Sonne 34 C und sehr ruhiges Meer)

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Florian




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 09:53    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Courti » hat folgendes geschrieben:

Vielleicht sollte man Betrug auch mal genauer definieren -
der eine sieht die "Ausländerpreise schon als Betrug an, der andere nicht, etc.


Das ist doch der Punkt. Ausländische Touristen kommen einfach am Anfang nicht so mit dem Konzept der flexiblen Preise zurecht. In Vietnam wird versucht, dort mehr so rauszuschlagen, wo mehr zu holen ist. Was einfach normales Geschäftsgebaren in Vietnam ist, wird dann halt von Touristen aus Europa/USA häufig als unfair oder Betrug empfunden...

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Florian




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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 10:04    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Und dass die Vietnamkenner, die schon seit Menschengedenken in Vietnam wohnen, gerne und häufig davon schreiben, wie wenig sie doch fürs essen bezahlen, und wie viel die dummen Touristen in den Touristenfallen zahlen, und wie es überhaupt im echten Vietnam so aussieht, das führt natürlich auch dazu dass sich Touristen dumm vorkommen, wenn sie es nicht aus den Touristenfallen ins "echte" Vietnam schaffen...

Vielleicht sollten die Touristen sich einfach damit abfinden, dass sie Touristen sind, und die hier lebenden Ausländer damit aufhören, sich besser zu fühlen als die Touristen, schließlich sind auch sie häufig anderswo nichts anderes als Touristen, und vielleicht sollten sich einfach alle ihr Bier schmecken lassen, wieviel đ oder $$ es auch gekostet haben mag. Prost!

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Bhadresvaravarman






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BeitragVerfasst am: 26.10.2010, 10:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Florian » hat folgendes geschrieben:
Vielleicht sollten die Touristen sich einfach damit abfinden, dass sie Touristen sind, und die hier lebenden Ausländer damit aufhören, sich besser zu fühlen als die Touristen, schließlich sind auch sie häufig anderswo nichts anderes als Touristen, und vielleicht sollten sich einfach alle ihr Bier schmecken lassen, wieviel đ oder $$ es auch gekostet haben mag. Prost!


Dass ist eine sehr gute Einstellung und wir sollten damit meinen Beitrag abschließen. Und ich möchte hier keinesfalls als Besserwisser stehen. Leider ziehen die meisten Antworten Lichtjahre an dem von mir eigentlich angedachten Thema vorbei. Meine Frage zielte ja nicht auf das, was Vietnamesen tun, sondern was wir Ausländer über sie denken.

Ich bin überall auf der Welt Tourist, auch in Deutschland, aber ich reise weltoffen herum. Wer sich also sein Bier schmecken lassen möchte, in Vietnam, Deutschland, Laos oder sonstwo sollte dies tun und es genießen. Und nicht es schon vor dem letzten Tropfen schlecht reden.

Anscheinend habe ich in der letzten Zeit einfach nur die Falschen getroffen...

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