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 Pagode in Leipzig

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Micha L






Anmeldungsdatum: 19.11.2003
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BeitragVerfasst am: 14.09.2009, 17:53    Pagode in Leipzig Antworten mit ZitatNach oben

In Leipzig feierten die Vietnamesen das Toten-Gedenkfest.

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Demnächst soll auf dem Gelände eine Pagode errichtet werden.

Gruß

Micha

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Kris Toff
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 16:12    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Weiß jemand wann die Pagode in Leipzig fertig sein soll?
Baubegin war vergangenen Sommer, oder nicht?
Gruß

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Micha L






Anmeldungsdatum: 19.11.2003
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 19:00    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Da war noch nichts. Es wurden vorhandene Baracken genutzt. Erst muß genügend Geld gesammelt werden.

Gruß

Micha

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Kris Toff
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BeitragVerfasst am: 04.02.2010, 20:05    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Das Model sieht jedenfalls vielversprechend aus:
http://www.lientripagode.de/LT_deutsch/
Bin gespannt, wie es wohl werden wird.
Gruß

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Micha L






Anmeldungsdatum: 19.11.2003
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 12:33    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich finde den Entwurf schlecht.
Sieht aus wie ein Disneyland-Palast im Themenpark China.

Gruß

Micha

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Pho_Bo
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Anmeldungsdatum: 27.02.2009
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 13:33    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich glaube nur noch sehr vage an eine Pagode in Leipzig. Die Diskussion geht ja schon viele Jahre und bislang soll noch nicht mal eine Bauvoranfrage bei der Stadt eingegangen sein. Das Problem ist wie immer die Finanzierung. Ich weiß nicht ob diese Religionsgemeinschaften auf ähnliche Unterstützung des Landes hoffen können wie die Muslime mit ihren Moscheen.

MfG Bo

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Catinat
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 14:30    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hi, Micha – auf Anhieb neige ich auch zu Deiner Ein-/Abschätzung.
Ich habe mir einige Prototypen des guten Architekturgeschmacks in der Welt früh, als ich noch sehr jung war, an Ort und Stelle ansehen können und war beeindruckt : die Akropolis in Athen, die antiken Tempel von Bassai, Paestum, Agrigent, die Statuen auch . Da wurden wir dann etwas später belehrt : jetzt ist die Farbe weg und der Zeus und die Athene aus verschiedensten aneinandergefügten Materialien waren alle bemalt – und heute gibt es Computersimulationen dazu. Oh, Dionysos, sei uns gnädig, unser Eindruck : wie kitschig, so wie Disneyland. Es liegt nicht an den Gebäuden, die so „kitschig“ wirken. Nicht an den damaligen und manchmal heutigen großartigen Architekten und Gestaltern. Es liegt an den uns kulturell antrainierten Sehgewohnheiten und Seherwartungen, dass wir auf Antikes wie auf kulturell weiter Entlegenes, Ungewohntes so empfindlich reagieren und schnell unter die Rubrik Kitsch einordnen, wenn es partout nicht diesen unseren Gewohnheiten und Erwartungen entsprechen will.

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Micha L






Anmeldungsdatum: 19.11.2003
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 16:36    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo Catinat,

nicht die Farben finde ich unpassend, sondern die Architektur. Und das nicht weil mir diese kulturell entlegen und ungewohnt wäre, sondern im Gegenteil.
Durch die europäische Brille sollten das nur Leute ohne Asienerfahrung sehen. Und die werden an solch einem Palast nichts auszusetzen haben, weil er dem auswärtigen Klischee von Asien entspricht.

Gruß

Micha

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Cetan
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 16:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich glaube, bei dem Entwurf liegt es hier weniger an den Farben, die eigentlich eher neutal wirken, sondern an dem recht hohen Gesamtbild des Gebäudes, dass mancher Betrachter es kitschig findet. Man stelle sich das Ganze um einige Meter niedriger vor (vor allem die Säulen), und schon wäre die Wirkung eine ganz andere! Ob das Bauwerk allerdings dann noch seinen räumlich gestellten Ansprüchen genügen würde, ist fraglich.
Eine überladene Ausschmückung lässt einen schnell an Kitsch denken, selbst wenn es sich um architektonische Meisterleistungen handelt. Mir geht es oft so, wenn ich barocke Kirchen oder Schlösser betrete: Vom künstlerischen Aspekt her sind sie interessant, doch schlichtere Innenaustattungen wirken mangels zu üppiger Pracht irgendwie wärmer und freundlicher.

Cetan

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Catinat
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BeitragVerfasst am: 05.02.2010, 22:16    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Hallo, Micha,
Als Kind bekam ich einen Holzbaukasten geschenkt. Mit Walzen, brückenartigen und dreieckigen Klötzchen, mit Pfeilern und Säulen.. Zum Bauen von Häusern. Wenn ein Baukastenhaus fertig war, sah es für mich „schön“ villenartig aus, mein Traumhaus, etwas eckig, mit den Walzenvorderteilen als Säulen am Eingang mit dreieckigem Dachaufsatz pompös. Mein Kinderklischee von einer Villa. Wo finde ich diese Bauweise in natura wieder ? in Vietnam, wenn ich durchs Land fahre. „Kolonialarchitektur“ schimpft sich das. Reines Klischee. Herrlich. So stellen sich nicht ganz unvermögende Vietnamesen amerikanische, europäische Baukultur vor. Ich schmunzle – und find es „schön“. Ehrlich. Vor fünf Jahren haben wir in Saigon selber gebaut. Genau so! Ich wollte mein Kinderklischee. Sozusagen als Klischee der Bauweise meiner Kultur in der vietnamesischen Kulturlandschaft. Nur indirekt für meine Frau und mich, direkt zur Vermietung , damit die Enkel eine Sicherheit haben, Schulen und später Uni besuchen können. Der erste Mieter sofort : eine vietnamesisch-kanadische Handelsgesellschaft, die das Bild unserer „Villa“ auf ihrem Prospekt für Kanada verwendet. Damit endlich auch Kanadier wissen, wie toll und authentisch Vietnamesen bauen. Und das bringt unseren Kindern eine schöne Mieteinnahme.
Mit meiner Frau lebe ich im Herzen Saigons, im dichtest besiedelten Gebiet Vietnams. In einem Altstadtlabyrinth. Unser Haus in der lauten, turbulenten Kinder- und Suppenküchenreichen Hem : schmal, ein „Handtuch“ , wie mein Freund frotzelt. Dafür aber etwas sehr hoch. Schrecklich schön authentisch. Weil die Grundstückspreise dort unbezahlbar sind. Jetzt.
Ich finde die Leipziger Pagode auf dem Entwurf auch etwas hoch. Kann mir auch denken, warum, Cetan hat es ausgeführt. Kosten – Grundstücksgröße - Funktionen. Und sonst : Klischee. Na und ? So wie die Frühlingsrollen im Asia-Restaurant in Dortmund auch „Klischee“ sind. Asian feeling for the European taste. Wer den Pagodenentwurf zu klischeeig für europäische Gemüter findet, der möge zu uns zu Besuch kommen, Phan Tay Ho Street in Saigon, meine „Kolonialvilla“ begutachten. Der „umgekehrte“ Fall von Klischee.
Liebe Grüße, Catinat

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 14:58    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich bleibe dabei: Die Architektur dürfte auch nach vn-buddhistischer Tradition daneben sein. So sieht es auch meine vn Frau.
Ein moderner Bau wäre das auch nicht, der dann etwas freier ausgeführt werden könnte. Aber selbst da gibt es Prämissen.

Gruß

Micha

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Catinat
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BeitragVerfasst am: 06.02.2010, 15:53    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

o.k. - macht ja auch Spaß, mal um ein echtes Luxusproblem zu "streiten" und nicht um Krieg & Frieden. Noch eine Frage : wer hat denn das Gebilde so wie dargestellt "verbrochen" und wichtiger noch : welches Gremium hat das Modell denn so gebilligt ? Vietnamesen ?
Liebe Grüße, Catinat

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Micha L






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BeitragVerfasst am: 07.02.2010, 08:29    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich denke ja, weil der Entwurf sehr an Privathäuser in Vietnam erinnert, die im "Zuckerbäckerstil" eher einer europäischen Klischeevostellung entsprechen als der vn Tradition.
Inzwischen ist das natürlich auch ein vn Stil geworden. Aber bei den Eigenheimen ist es Privatsache. Bei einer Pagode nicht.
Es scheint mir, daß wir im Westen den Bruch mit der Tradition eher als störend empfinden, als die Vietnamesen selbst. Ich will nicht behaupten, daß ich mich in der Tradition besser auskenne. Aber ich neige eher zu der Ansicht, daß sie berücksichgt werden sollte, oder daß etwas ganz neues entsteht. Aber selbst da gibt es Prämissen, wie ich bereits sagte. Das sieht man z. B. in Hannover.

Gruß

Micha

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Cetan
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BeitragVerfasst am: 07.02.2010, 11:49    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

« Micha L » hat folgendes geschrieben:
...
Inzwischen ist das natürlich auch ein vn Stil geworden. Aber bei den Eigenheimen ist es Privatsache. Bei einer Pagode nicht....
... Ich will nicht behaupten, daß ich mich in der Tradition besser auskenne. Aber ich neige eher zu der Ansicht, daß sie berücksichgt werden sollte, oder daß etwas ganz neues entsteht. ...


Selbst viele Pagoden in Vietnam entsprechen vom Grundriß und auch der äusseren Erscheinung nicht unbedingt dem Stil traditioneller alter vietnamesischer Pagoden. Dort ist es nicht anders als mit den Kirchenbauten bei uns: Es gibt viele Bauformen und -stile, und vieles ist mit der Zeit auch vermischt worden. Abgesehen von den wenigen Pagoden, die den Krieg unbeschädigt überstanden haben, wurden viele Pagoden in der Nachkriegszeit unter Verwendung modernerer Stilelemente gebaut. Als klassisch und traditionell lassen sich diese Bauwerke bei näherer Betrachtung auch nicht immer bezeichnen. Ich denke aber, das ist alles eine Frage des persönlichen Geschmacks, welche Stilrichtung man bevorzugt.

Cetan

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Kris Toff
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BeitragVerfasst am: 07.02.2010, 12:13    (Kein Titel) Antworten mit ZitatNach oben

Ich finde das Modell durchaus gelungen. In Vietnam gibt es doch auch einige Tempel/Pagoden die so aussehen. Mir fallen spontan 3 sehr große Anlagen ein, in welchen auch weit über 50 Mönche leben.
Die meisten solcher, in europäischen Augen, kitschiger Tempel hab ich jedoch in Laos gesehen.

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